Das Wochenende

Übers Wochenende war ich unterwegs mit Freunden und ich hatte kein Internet, daher gibt es von mir eine kleine Zusammenfassung.

Kurz vorab, es ist mir leider nicht gelungen clean zu essen, aber lest selbst.

Freitag, 18. Januar:

Heute geht es los, übers Wochenende fahre ich mit Freunden weg und wir verbringen das Wochenende zusammen in einem Häuschen am Meer. Insgesamt sind wir etwa 20 Leute, auf Einzelschicksale wird Essenstechnisch  keine Rücksicht genommen, auch nicht auf Vegetarier. (Ja, das fand ich auch doof und gemein.) Ich stehe vor der großen Herausforderung Clean Eating und das Essen dort unter einen Hut zu bringen. Wir hatten das vorab so geregelt: Jeder bereitet reihum das Essen zu oder kümmert sich um den Abwasch oder anderes. Ich bin leider in der Abwasch-Gruppe gelandet und habe keinen Einfluss aufs Essen.

Der Vormittag zu Hause läuft gut, zum Frühstück kann ich das essen, was ich mir selbst zubereitet habe: Haferflocken mir Früchten, das ist zu meinem Lieblingsfrühstück avanciert.

Dann brechen wir auf und meine persönliche Challenge beginnt. Zwischendurch auf der Fahrt dorthin wird bei einer Fastfood-Kette gegessen. Ich lasse das Essen einfach ausfallen, da ich keine gesunde Alternative finden kann. Naja, das ist zwar suboptimal, aber zu verschmerzen. Abends kommen wir dann an, packen aus und zum Abendessen gibt es: Lasagne! Hm, das ist jetzt nicht wirklich clean. Also was tun? Ich überlege einige Zeit und schnappe mir viel vom Salat (ohne Dressing, weil das Zucker hat) und eine kleine Portion vegetarische Lasagne. Hoffentlich gleicht sich das irgendwie aus denke ich noch, als der Nachtisch kommt: Blaubeerkuchen! Ich bin immer noch ziemlich hungrig (und ich liebe Blaubeeren) und kann daher einem kleinen Stück nicht widerstehen. Mist… da war zwar nicht viel Zucker drin (stand auf der Packung), aber dafür Geschmacksverstärker und Farbe um die Blaubeeren blauer zu machen (was für ein Blödsinn).

 

Lektion Nummer 1: Regelmäßig Essen! Das ist eine sehr sinnvolle Regel, die ich einfach ignoriert habe. Wenn man das nämlich nicht tut, ist der Blutzuckerspiegel einfach so weit unten, dass man nicht anders kann als zu essen was immer auch da ist. Okay, ich hätte den Kuchen auch einfach auslassen können, aber es fiel mir in dem Moment einfach total schwer. Ich bin mir sicher mit vollerem Magen wäre das nicht so einfach passiert und ich hätte mein Gehirn statt meinen Magen entscheiden lassen. *seufz*

 

Samstag, 19. Januar

Der zweite Tag startet vielversprechend. Zum Frühstück gibt es Eier, Würstchen, Speck, Marmelade und Toast und Obst. Genau, Obst! Meine leuchtenden Augen erblicken Äpfel, Bananen und Orangen 😀 Ich habe beschlossen mich von meinem Fehltritt gestern nicht einschüchtern zu lassen und heute wieder frisch von vorne anzufangen. Heute mach ichs richtig! …das dachte ich zumindest morgens noch. Wir brechen auf um ein bisschen Sightseeing zu machen. Wir machen Fotos und laufen durch die Gegend. Es wird immer später und später, auf einmal ist es 17 Uhr und wir haben noch immer nichts im Magen. Oh je. Wir gehen in ein Restaurant, was eine unglaubliche Auswahl an selbstgemachten Hamburgern hat, also so eine Art Gourmet-Burger. Was tun? Alles hat irgendwie viel Fett und Käse und Weißbrot und ich kann nichts auf der Karte entdecken was auch nur einigermaßen clean sein könnte. Es gibt zwar vegetarische Alternativen zu Fleisch, aber das Fleisch ist hier nicht das Problem, es geht eher um das Weißbrot und den ganzen Rest… Meine Freunde fangen an fröhlich zu bestellen und ich bin ein bisschen verzweifelt und durchforste die Karte. Mein Magen ist wieder in Kniegegend denn ich war so dumm Lektion Nummer 1 zu ignorieren und habe mir kein Obst für unterwegs eingepackt. Ich gebe auf, bestelle den besten Burger von der Karte und denke mir, wenn ich schon meine Regeln breche, dann richtig. Diese Einstellung hält sich bis zum Abend, den wir mit einer Runde Kaffeelikör (ihr kennt die Marke ;-)) ausklingen lassen.

 

Lektion Nummer 2: Wenn man einmal angefangen hat Clean Eating zu betreiben, dann schmecken einem oft die „unsauberen“ Lebensmittel nicht mehr. Zumindest ging es mir so. Die sehen zwar toll aus, weil die optisch so „aufgepumpt“ werden, aber geschmacklich ist es einfach nicht mehr mein Ding. Das gilt für den Burger, sowie für den Kuchen und den Likör, die mich geschmacklich alle nicht überzeugen konnten. Anscheinend hat sich in den letzten Wochen schon einiges getan bei mir. Das merke ich auch an den Magenschmerzen, die mir das Essen bereitet hat. Und meine Haut ist auch ein ziemlich trauriger Anblick… Wie sagt man so schön: What goes around comes around.

 

Sonntag, 20. Januar

Das Frühstück starte ich wieder mit Obst. Ich fühle mich weniger euphorisch als gestern, mehr ernüchtert und auf den Boden der Tatsachen zurückversetzt. Mal sehen wie der Tag läuft. Aber ich halte durch. Zwischendurch gibt es Bananen, Möhren und Grapefruit damit ich nicht wieder Lektion Nummer 1 in die Falle laufe. Zum Mittagessen gibt es Fleisch und Salat, Abends Paprikatopf mit Fleisch und Salat. Nicht ideal wegen der Soße auf jeweils dem Fleisch und dem Salat, aber ich gebe mich geschlagen. Auf den Nachtisch verzichte ich diesmal sogar erfolgreich, durch die ganze Snackerei habe ich gar keine Lust auf Eiscreme mit Kuchen.

 

Lektion Nummer 3: Es ist schwierig clean zu essen, wenn nicht alle mitmachen. Sehr schwierig sogar. Man muss wirklich ganz genau aufpassen und sich einen Plan mit Alternativen machen, wenn man das durchziehen will. Mir ist es nicht gelungen, daher bewundere ich alle die ihr Ding durchziehen, obwohl sie zum Beispiel in einer Familie sind, wo der Rest der Familie nicht clean isst! Meistens kümmere ich mich um mein Essen selbst und muss auf keinen Rücksicht nehmen, daher war dieses Wochenende eine ganz besondere Lektion in Sachen Demut.

 

Ich beschließe, da ich ja weiterhin (theoretisch) an der 100% Clean Eating Challenge teilnehmen will das Ganze als Experiment über die 30 Tage so zu handhaben: Ich starte, wie alle anderen auch bei 100%. Immerhin habe ich die ersten 2 oder 3 Tage clean gegessen. Dann ziehe ich für jede Mahlzeit, die nicht clean ist einige Prozenzpunkte ab. Wie viel genau für was muss ich mir noch überlegen. Am Ende der Challenge schaue ich einfach mal, bei wie viel Prozent ich dann noch bin. Das Ziel ist es, so viele Punkte wie es geht zu behalten. Ich bin gespannt und freue mich auf die kommenden Wochen.

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